Du möchtest ruhiger reagieren, klarer wahrnehmen und wieder mehr bei dir sein – aber ganz ehrlich: Noch eine tägliche Routine brauchst du eigentlich nicht.
Keine weitere halbe Stunde, die irgendwo im Kalender untergebracht werden muss.
Kein neues Programm, das du möglichst konsequent durchhalten sollst.
Und auch kein schlechtes Gewissen, wenn du es nach drei Tagen wieder vergessen hast.
Denn Präsenz kann mitten im Alltag entstehen.
Wenn du an der Supermarktkasse wartest und für drei Atemzüge wieder deinen Körper spürst.
Wenn du eine Tür öffnest und für einen Moment wahrnimmst, dass du gerade von einem Raum in einen anderen wechselst.
Wenn jemand etwas zu dir sagt, das dich trifft – und du nicht sofort reagierst, sondern bemerkst:
Ah. Da ist gerade etwas in mir geschehen.
Oder wenn deine Hand schon fast automatisch nach dem Smartphone greift und du für zwei Sekunden innehältst und spürst:
Was zieht mich eigentlich gerade dorthin?